



Die Besuchergrube Marie in der Kohlbach bei Weinheim-Hohensachsen
Geführte Touren durch den Tagstollen des mehr als 550 Jahre alten Blei- und Silberbergwerks, Führungsdauer ca. 45 min. Die Grube ist beleuchtet, es sind keine Treppen oder Leitern zu begehen. Für jüngere Kinder geeignet!
Besuchersamstage jeden vierten Samstag im Monat von Mai bis September.
zu den Führungen…
Voranmeldung unter grubemarie(at)t-online.de oder 06201-592823.
Individuelle Gruppenführungen ab 5 Personen zwischen Ende April und Anfang Oktober außerhalb der Fledermaus-Winterruhe unter grubemarie(at)t-online.de. Gerne bieten wir auch erweiterte geologisch-bergbaukundliche Wanderungen mit einem Besuch der Grube an, fragen Sie uns!
Eintritt frei; die Arbeitsgemeinschaft freut sich jedoch über eine Spende zum Erhalt und weiteren Ausbau der Grube.
Und so erreichen Sie uns [Download-Link für das PDF]:
Mit dem ÖPNV:
Über die OEG Mannheim – Weinheim – Heidelberg, ca. 35 min Gehzeit ab Bahnhof Großsachsen; Buslinien nach Hohensachsen, Haltestelle Rathaus Hohensachsen.
Mit dem PKW:
Ab dem Wanderparkplatz „Kohlbach“ auf ausgeschildertem Fußweg in ca. 15 min. bis zum Mundloch. Größere Fahrzeuge wie Busse bzw. individuell anreisende Gruppen mit mehr als 5 PKW parken günstiger am unteren Parkplatz an den Sportanlagen Hohensachsen. Die Gehzeit verlängert sich von dort um etwa 5 min.
Für Streckenwanderer:
Die Grube Marie liegt am „Burgensteig“ zwischen Weinheim und Hirschberg.
Und das erwartet Sie:
In der Grube sind auf kurzen Wegen Abbautechniken, Stollenprofile, Schächte und Abbaue aus mindestens drei Abbauphasen im 15., 18. und 19. Jahrhundert zu sehen. Entlang einer Verwerfungsfläche wurde der Tagstollen aufgefahren, durch den die Besucher die Grube betreten. Diese “Harnischfläche” gibt noch heute einen Einblick in die Dynamik der Dehnungsbrüche, die zur Absenkung des Oberrheingrabens geführt haben. Am “Bergloch”, einem Schrägschacht aus dem Mittelalter, wird deutlich, warum die Bergleute vor Jahrhunderten ausgerechnet an dieser Stelle die Grube anlegten.
An der Aussichtsbühne angekommen, blicken die Besucher in die über zehn Meter tiefe “Obere Schachtkammer”, die durch eine Aufweitung mittelalterlicher Abbaue im 18. Jahrhundert entstand (“Neuschacht”). Sehr gut lassen sich hier die unterschiedliche Arbeitsweise der Bergleute in den beiden wichtigsten Bergbauphasen erkennen. Seitlich ist ein zweigeteilter “Sitzort” zu begehen, in dem einst zwei Hauer gleichzeitig arbeiteten – der vordere bei einer Arbeitshöhe von nur 110 Zentimetern.
Von der Besucherbühne führt ein schmaler Steg vorbei an einem großen Haufen Fledermaus-Guano zum mittelalterlichen Hauptgesenk, in dessen Schachtkammer noch die Auflagen für die Haspel (Fördereinrichtung) und eine doppelte Hornstatt (Nischen für die beiden Haspelknechte, die die Förderung bedienten) sichtbar sind. Am Ende der Führungsstrecke fällt das wunderschön geschlägelte Stollenprofil an der Ortsbrust (Stollenende) ins Auge, das mit weißem Kalksinter überzogen ist.
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald garantieren Ihnen ein spannendes Bergbauerlebnis: Da jeder Führer intensiv in die laufenden Arbeiten in der Grube eingebunden ist, können wir individuell auf Ihr Interesse und Ihren Wissensstand eingehen. Bergbaugeschichte und Bergbautechnik sind dabei ebenso als Schwerpunkte der Führung möglich wie regionale Geologie, Tektonik und Lagerstättenkunde. Gerne gestalten wir Ihnen auch individuelle Umgebungsführungen im Bergbaurevier an der badischen Bergstraße. Die Besuchergrube Marie in der Kohlbach bei Weinheim-Hohensachsen