Verein Altbergbau Bergstraße-Odenwald e. V.

Termine und Aktuelles

letzte Aktualisierung: 24.5.2018

Vereinsziele und Mitgliedschaft

 

Öffentliche Veranstaltungen und Führungen 2018:

Samstag, 26. Mai 2018, ab 14.00 Uhr
Besuchersamstag Grube Marie in Weinheim-Hohensachsen.
Anmeldung unter Telefon: 06201/592823 (Verwaltungsstelle Hohensachsen)

Samstag, 23. Juni 2018, ab 14.00 Uhr
Besuchersamstag Grube Marie in Weinheim-Hohensachsen.
Anmeldung unter Telefon: 06201/592823 (Verwaltungsstelle Hohensachsen)

Samstag, 28. Juli 2018, ab 14.00 Uhr
Besuchersamstag Grube Marie in Weinheim-Hohensachsen.
Anmeldung unter Telefon: 06201/592823 (Verwaltungsstelle Hohensachsen)

Samstag, 25. August 2018, ab 14.00 Uhr
Besuchersamstag Grube Marie in Weinheim-Hohensachsen.
Anmeldung unter Telefon: 06201/592823 (Verwaltungsstelle Hohensachsen)

Samstag, 15. September, 15.00 Uhr Parkplatz "Rohrbach" am Bergbaulehrpfad
Führung auf dem Bergbaulehrpfad Reichelsheim und durch die Bergbauabteilung des Regionalmuseums Reichelsheim

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Ab der Besuchersaison 2018 ist die Befahrung
der gesamten Tagstollensohle möglich!

Mit der Verlängerung des Betriebsplanes Besucherbetrieb Grube Marie wurde durch das Bergamt in Freiburg die Erweiterung der Besucherstrecke bis zum Ende des Tagstollens genehmigt. Ab Frühjahr 2018 ist damit in kleinen Gruppen eine Besichtigung des spätmittelalterlichen Hauptförderschachtes mit den Auflagern der Haspelförderung möglich. Eine Besonderheit stellen die beiden erhaltenen Arbeitsnischen für die Haspelknechte (doppelte Hornstatt) und ein eingeschrämter Wetterkanal für die Belüftung der tiefen Abbaue dar. Der insgesamt rund 25 m tiefe Schacht ist von unten indirekt beleuchtet. Durch die Erweiterung wird auch der Blick auf die versinterte Ortsbrust (Stollenende) des Tagstollens frei - er zeigt, wie exakt die Hauer um 1475 hier ihre Arbeit ausführten. Für eine Befahrung des erweiterten Teils der Besucherstrecke werden bei einer Gruppengröße von 10 Personen zusätzlich etwa 30 Minuten benötigt (Gesamtführungsdauer ca. 60 Minuten), da die Enge der Schachtkammer eine Aufteilung der Gruppe notwendig werden lässt.

 

20 Jahre Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald -
„Lernort Bergbaurevier Großsachsen – Hohensachsen“ ist Preisträger im Wettbewerb „Landschaft in Bewegung“ der Metropolregion Rhein-Neckar

1996 entstand die „Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald“ (AG) um das Projekt „Grube Marie“ bei Weinheim/Hohensachsen. Von Anfang an arbeitete die ehrenamtliche Gruppe nicht nur am Bergwerk „Marie“, sondern setzte sich zum Ziel, die Bergbaugeschichte und ihre Relikte im Odenwald besser wissenschaftlich zu erfassen und die Ergebnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vor etwa 15 Jahren etablierte sich eine enge Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Archäologen in Hessen und Baden-Württemberg, vor 10 Jahren begründete die AG das internationale Netzwerk des „Institute Europa Subterranea“ mit, das seitdem mit einer jährlichen Tagung an wechselnden Orten in Mitteleuropa und einem zur Tagung erscheinenden Symposiumsband auf sich aufmerksam macht. Bergbauforschung und Montanarchäologie sind Zweige der Kulturlandschafts­forschung – insofern lag schon früh auch die Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark nahe. In den letzten 10 Jahren wird diese sukzessive ausgebaut; dabei setzt die AG einen besonderen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Schulen, da das Spannungsfeld Mensch – Natur – Umwelt besonders aus dem Blickwinkel der Geowissenschaften und historischen Landnutzung begreifbar gemacht werden kann.

In diesem Kontext arbeitete die AG seit 2009 mit der Gemeinde Hirschberg, der Stadt Weinheim, dem Geo-Naturpark und vielen weiteren Sponsoren daran, die thematische Dichte der Kulturlandschaft im Umfeld der „Grube Marie“ aufzuarbeiten. Auf dem Gemeindegebiet Hirschberg wurden beispielsweise drei historische Stolleneingänge saniert, und die Grube Marie erhielt im vergangenen Jahr einen Stromanschluss. Geführte Wanderungen geben Erläuterungen nicht nur zur Geologie und zum Bergbau, sondern auch zur Mühlengeschichte und zur historischen Waldnutzung. Geplant sind nun die weitere Erschließung der Grube für intensivere Führungen und die Erarbeitung von Lehrmaterial. Eine Unterstandshütte in der Nähe der Grube soll als Anlaufpunkt für Schulklassen genutzt werden können. Außerdem engagiert sich die AG für den Fledermausschutz und den Naturschutz innerhalb des Revieres.

Mit den bereits erreichten Teilprojekten im Raum Großsachsen und Hohensachsen und dieser Vision erhielt die AG am 7. Dezember des vergangenen Jahres ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk zum 20-jährigen Bestehen: Das Projekt „Lernort Bergbaurevier Großsachsen – Hohensachsen“ wurde als interkommunales Projekt rund um die Grube Marie gemeinsam mit dem ILEK-Projekt „Blühende Bergstraße“ einer der Preisträger des Wettbewerbs „Landschaft in Bewegung“ der Metropolregion Rhein-Neckar und erhielt 10.000 € Preisgeld. Die AG freut sich sehr über diese Bestätigung ihrer langjährigen Arbeit und wird das Preisgeld entsprechend ihrer Philosophie im Gebiet einsetzen. Für die geplanten neuen Projekte gab es bereits vor Weihnachten erste Behördengespräche.

(Foto: R. Kern).

 

Revalidierungskommission des globalen Geopark-Netzwerks
zu Gast in der Grube Marie

Am 25. Juni erhielt die Grube Marie hohen Besuch: Unser Besucherbergwerk stand auf der Reiseroute der Revalidierer des globalen Geopark-Netzwerkes der UNESCO.

Die Mitglieder des internationalen Geopark-Netzwerkes werden alle vier Jahre durch Prüfer aus den anderen Geoparks evaluiert. Dabei werden die Entwicklung der letzten Jahre und die Umsetzung definierter Ziele überprüft. Abschluss der so genannten "Revalidierung" ist jeweils eine dreitägige Rundreise zu Infrastruktur und Kooperationspartnern des jeweiligen Geoparks.

In diesem Jahr hatte der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald Besuch durch die beiden Revalidierer Hiroko Torigoe aus Japan und Goran Radonic aus Kroatien. Begleitet wurden sie an der Grube von Geopark-Geschäftsführer Reinhard Diehl, die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle des Geoparks Christiane Stolz und Jutta Weber, Hohensachsens Ortsvorsteherin Monika Springer, dem stellvertretenden Bürgermeister Hirschbergs, Fritz Bletzer und Roland Robra vom Umweltamt der Stadt Weinheim.

Nach einer Einführung zu den Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald durch Jochen Babist übernahm Gregory Kirby die englischsprachige Führung durch die Grube. Sichtlich begeistert von der Lokalität und dem Engagement der Gruppe gab es beim Mittagessen noch zahlreiche angeregte Gespräche, bevor die Gruppe zum Geopark-Eingangstor Hofgut Guntershausen auf den Kühkopf weiterreiste.

(Fotos: E. Bußmann & Dr. J. Weber).

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Die Grube Marie ist an das Stromnetz angeschlossen!


Das lärmende Brummen des Stromerzeugers bei den Führungen hat ein Ende! Die Grube Marie ist seit Anfang Mai an das Stromnetz angeschlossen; nun fand am 9. Juni die offizielle Einweihung statt.

Die Idee entstand, als 2014 Planungen der Gemeinde Hirschberg bekannt wurden, mit der AWO den Waldkindergarten im Kohlbachtal zu positionieren; Strom, Wasser und Kanal wurden gelegt. Nun waren nur noch rund 300 m Forstweg zur Grube Marie zu bewältigen. Die Genehmigungsplanung für die Untere Naturschutzbehörde Sinsheim übernahm das Ingenieurbüro Schulz aus Hirschberg, es sponserte auch das Erdkabel. Alle anderen Ausgaben wurden durch die Bürgerstiftung Weinheim (vertreten durch Dr. Knapp), die Stadt Weinheim (vertreten durch Ortsvorsteherin Hohensachsen Fr. Springer), den Geo-Naturpark (Geschäftsführer Hr. Diehl), die Gemeinde Hirschberg (Bgm. Hr. Just) und die Firma Hess Natursteine aus Seeheim-Jugenheim (vertreten durch Christoph Eichler) übernommen. Innerhalb von drei Tagen wurde mit viel ehrenamtlicher Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald Ende April das Erdkabel verlegt, anschließend wurde der Forstweg neu geschottert.

Die Grubenleitung (Jochen Babist & Marcel Storm) bedankte sich bei allen Unterstützern und unterstrich die interkommunale Zusammenarbeit rund um die Grube Marie, besonders das Engagement von Bürgermeister Just aus Hirschberg für die Grube, die eigentlich auf Weinheimer Stadtgebiet liegt. Großsachsen und Hohensachsen sind aus geologischer Sicht einem kleinen Bergbaurevier zuzurechnen, das seit dem Mittelalter eine gemeinsame Geschichte teilt. Entsprechend ist die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald seit 2008 auch rund um Großsachsen aktiv, wo sie mit Unterstützung der Gemeinde Hirschberg und des Geo-Naturparks vier Stollenmundlöcher wiederhergestellt und gesichert hat. Stationen werden nun in geführte Wanderungen eingebunden, die auch über den neu erstellten Verbindungsweg (Blütenweg) führen und mit einer Besichtigung der Grube Marie enden (andere Bergwerke sind nicht als Besuchergruben zugänglich). J. Babist präsentierte den neuen, erweiterten Flyer, der auf der Innenseite eine Karte mit Wandermöglichkeiten und den montangeschichtlich und geologisch interessanten Punkten der Umgebung von Großsachsen und Hohensachsen enthält. Die AG hofft, die interkommunale Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter zu befördern und besonders Schulen und junge Familien für die Bergbauspuren und die Geologie der Region zu begeistern (rund 700 Besucher in 2015, davon über 50% Schüler und Kinder).

Gleichzeitig war der „Meilenstein“ Stromanbindung in 2016 auch ein Geburtstagsgeschenk, denn vor zwanzig Jahren öffneten die Mitglieder der FFW Hohensachsen und ein Personenkreis die Grube, aus dem wenig später die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald entstand. Nach vielen Schwierigkeiten war es der inzwischen leider verstorbene Dr. Klaus Gründel, der mit viel Geduld und Gespür die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden führte und es überhaupt erst ermöglichte, dass die Grube Marie seit 2008 als Besuchergrube zugelassen wurde. Heute ist die AG Altbergbau Odenwald neben ihren Aktivitäten in der Grube Marie im gesamten Odenwald auf den Spuren des historischen Bergbaus und der Kulturlandschaftsentwicklung unterwegs und zu einem wichtigen Ansprechpartner der Denkmalbehörden in Hessen und Baden-Württemberg geworden.

(Fotos: J. Babist, R. Kern).

 

 

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