Verein Altbergbau Bergstraße-Odenwald e. V.

Das Besucher- und Forschungsbergwerk

Grube Marie in der Kohlbach,
Weinheim-Hohensachsen

 

Vereinsziele und Mitgliedschaft

 

Das erwartet Sie beim Besuch der Grube Marie und ihres Umfeldes:

Ab der Besuchersaison 2018 ist die Befahrung
der gesamten Tagstollensohle möglich!

Klein, aber fein - die Führungen durch unsere kleine Besuchergrube haben es in sich:
In der Grube sind auf kurzen Wegen Abbautechniken, Stollenprofile, Schächte und Abbaue aus mindestens drei Abbauphasen im 15., 18. und 19. Jahrhundert zu sehen.

Entlang einer Verwerfungsfläche wurde der Tagstollen aufgefahren, durch den die Besucher die Grube betreten. Diese "Harnischfläche" gibt noch heute einen Einblick in die Dynamik der Dehnungsbrüche, die zur Absenkung des Oberrheingrabens geführt haben. Am "Berg-loch", einem Schrägschacht aus dem Mittelalter, wird deutlich, warum die Bergleute vor Jahrhunderten ausgerechnet an dieser Stelle die Grube anlegten.

An der Aussichtsbühne angekommen, blicken die Besucher in die über zehn Meter tiefe "Obere Schachtkammer", die durch eine Aufweitung mittelalterlicher Abbaue im 18. Jahr-hundert entstand ("Neuschacht"). Sehr gut lassen sich hier die unterschiedliche Arbeits-weise der Bergleute in den beiden wichtigsten Bergbauphasen erkennen. Seitlich ist ein zweigeteilter "Sitzort" zu begehen, in dem einst zwei Hauer gleichzeitig arbeiteten - der vordere bei einer Arbeitshöhe von nur 110 Zentimetern.

Von der Besucherbühne führt ein schmaler Steg vorbei an einem großen Haufen Fledermaus-Guano zum mittelalterlichen Hauptgesenk, in dessen Schachtkammer noch die Auflagen für die Haspel (Fördereinrichtung) und eine doppelte Hornstatt (Nischen für die beiden Haspelknechte, die die Förderung bedienten) sichtbar sind. Am Ende der Führungsstrecke fällt das wunderschön geschlägelte Stollenprofil an der Ortsbrust (Stollenende) ins Auge, das mit weißem Kalksinter überzogen ist.


Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald garantieren Ihnen ein spannendes Bergbauerlebnis: Da jeder Führer intensiv in die laufenden Arbeiten in der Grube eingebunden ist, können wir individuell auf Ihr Interesse und Ihren Wissensstand eingehen. Bergbaugeschichte und Bergbautechnik sind dabei ebenso als Schwerpunkte der Führung möglich wie regionale Geologie, Tektonik und Lagerstättenkunde.

 

Und so erreichen Sie uns ...

Das Besucherbergwerk liegt südlich von Weinheim an der Bergstraße in der Nähe des Ortsteils Hohensachsen (siehe diesen Link zu Google Maps).

Es ist mit dem öffentlichen Nahverkehr über den Bahnhof Großsachsen der OEG in rund
35 min. Gehzeit zu Fuß erreichbar. In der näheren Umgebung der Grube gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten, u. a. besteht Anbindung an den Burgensteig.

Mit dem Pkw erreichen Sie den Ausgangspunkt Wanderparkplatz "Kohlbach" über die A5, Ausfahrt Hirschberg, und die B3 (Bergstraße). Vom Parkplatz "Kohlbach" ist die Grube in ca. 15 min. Gehzeit über einen Forstweg zu erreichen (ausgeschildert). Eine Anfahrt bis zur Grube ist nicht möglich! Größere Fahrzeuge bzw. größere, individuell anreisende Gruppen parken günstiger am unteren Parkplatz an den Sportanlagen Hohensachsen:

Download Detailplan (850 kb)
Download Flyer Grube Marie mit Umgebungskarte (1,25 mb)

 

Sie wollen noch mehr über den Bergbau und die Geschichte
der Kulturlandschaft an der Bergstraße erfahren?

 

Wir bieten auch individuell zusammengestellte Führungsrunden durch das gesamte Bergbaurevier Hohensachsen-Großsachsen an.

Zahlreiche Bergbaurelikte zwischen Kohlbachtal und Großsachsen (Gemeinde Hirschberg) erinnern an den einst wichtigen Wirtschaftszweig. Mundlöcher (Stolleneingänge), Halden und Pingen (Einmuldungen an eingstürzten Stollen und Schächten), sowie kleine Tagebaue finden sich weit verstreut. Außerdem regen zahlreiche geologische Aufschlüsse regen dazu an, sich näher mit der regionalen Geologie und der Entstehung der Lagerstätten auseinanderzusetzen. Die Mühlen im Großsachsener Tal erzählen eine ganz eigene Geschichte, die eng mit dem Bergbau verwoben ist. Ehemalige Weinberge und Reste von Niederwäldern (Eichenschälwäldern) runden den Gang durch eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft ab.

Für die zwei- bis vierstündigen Wanderrouten sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit notwendig. Sie sind mit einem Besuch der Grube Marie kombinierbar und eignen sich besonders für Schulklassen. Die Grubenanlagen des Apfelbachtales sind aus Gründen der Sicherheit und des Naturschutzes für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. An der Grube "Hülfe Gottes" am Ortsrand von Großsachsen erhält der Besucher jedoch in den Sommermonaten durch eine zeitgeschaltete Beleuchtung einen Einblick in den Stollen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, mit einer Gruppe eine solche Wanderung zu unternehmen? Kontaktieren Sie uns:

j.babist(at)geo-naturpark.de (Dipl.-Geol. Jochen Babist)
webergustav(at)t-online.de (Gustav Weber)

 

Das Besucherbergwerk
"Grube Marie" bei Weinheim
Termine und Aktuelles

Publikationen
Datenschutzerklärung
Impressum
 

Kooperationspartner des Geo-Naturparks im Forschungsnetzwerk Kulturlandschaft