Verein Altbergbau Bergstraße-Odenwald e. V.

Die Forschungsgruppe

"Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald"

 

Vereinsziele und Mitgliedschaft

 


Die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald entstand 1996 aus einem Interessenten-kreis um ein Forschungsprojekt an der badischen Bergstraße. Schon 1995 begannen die Grabungen am verstürzten Tagstollen der Grube „Marie in der Kohlbach“ in einem im
13. Jahrhundert erstmals urkundlich belegten Bergbaurevier auf Silber- und Bleierze zwischen Weinheim und Hirschberg.

Die Forschungsgruppe besteht aus Bergbau-Begeisterten mit unterschiedlichstem beruflichem Hintergrund. Entsprechend interdisziplinär und innovativ sind ihre Ansätze, die sie auch mit anderen montanarchäologisch arbeitenden Gruppen in Deutschland und Europa teilt. So ist die AG Mitbegründerin des internationalen Netzwerkes "Institute Europa Subterranea" und hält intensiven Kontakt mit der archäologischen Denkmalpflege in Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen. Darüber hinaus bestehen Kooperationen und Kontakte mit den Universitäten Frankfurt, Heidelberg und Darmstadt. Dieses umfassende Netzwerk mit wissenschaftlichen Institutionen und Landesämtern, weiteren montanarchäologisch arbeitenden Gruppen in Deutschland und Europa, sowie das damit verbundene Engagement zur Fortbildung ist Grundlage der Expertise der Gruppe seit bald als zwanzig Jahren.

Die mit immensem ehrenamtlichem Engagement verfolgten Ziele der Arbeitsgemeinschaft sind die montanarchäologische Untersuchung der Relikte des Altbergbaus im Odenwald, die Bestandsdokumentation der Bergbaurelikte und Kulturlandschaftselemente und der Schutz der entsprechenden Bodendenkmäler. Geländebegehungen, Kartierungen und Vermessung gehören genauso zum Aufgabenbereich wie Aufwältigungen (Wiedereröffnungen) von Gruben, Archivrecherche und Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen.

Dem Naturschutz in und an den Gruben gilt ein besonderes Augenmerk, da untertägige Lebensräume im vorderen kristallinen Odenwald sehr selten sind. Zahlreiche Stollenöffnungen und Verschlüsse wurden in enger Kooperation mit dem Fledermausschutz durchgeführt.

Seit mehreren Jahren arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald verstärkt mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald e. V. - seit kurzem in dem nun entstandenen "Forschungsnetzwerk Kulturlandschaft" zusammen. In Kooperation mit der Hessen-Archäologie entsteht eine umfangreiche Datensammlung zu den Kulturlandschaftselementen der Region als Teil des "KuLaDig"-Projektes (www.kuladig.de - "Kulturlandschaft digital").

Der Geopark unterstützt neben der Forschung und geotouristischen Projekten vor allem erhaltende und dem Naturschutz dienende Maßnahmen. Ziel der Zusammenarbeit ist einerseits eine Sensibilisierung der Bevölkerung für den Natur- und Kulturlandschaftsschutz, andererseits eine gezielte Besucherlenkung abseits besonders empfindlicher Objekte.

Die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald betreibt im Auftrag der Stadt Weinheim den Besucherstollen „Grube Marie“ und veranstaltet in unregelmäßiger Reihe bergbau- und lagerstättenkundliche Wanderungen sowie Vorträge.

Kontakt zur Arbeitsgruppe erhalten Sie über:
j.babist(at)geo-naturpark.de
(Dipl.-Geol. Jochen Babist)


Das Besucherbergwerk
"Grube Marie" bei Weinheim
Termine und Aktuelles

Publikationen
Museen und Lehrpfade zum Bergbau im Odenwald
Impressum
 

 

Kooperationspartner des Geo-Naturparks im Forschungsnetzwerk Kulturlandschaft